Macht Stricken glücklich?
In diesem Blogbeitrag möchte ich mit dir über genau dieses Thema sprechen.
Denn es gibt viele Studien die genau das bestätigen.
Stricken macht glücklich, weil es Stress abbaut, die Konzentration fördert und ein Gefühl von Stolz und Sinn vermittelt, indem es den Geist beruhigt, die Feinmotorik schult und durch das Schaffen von etwas Eigenem. Das Selbstwertgefühl stärkt und positive Emotionen wie Ruhe, Zufriedenheit und soziale Verbundenheit auslöst.
Psychologische Vorteile
- Stressreduktion: Die rhythmischen Bewegungen stimulieren den Parasympathikus („Ruhenerv“) und senken Stresshormone und Blutdruck.
- Mentale Ruhe: Es lenkt von quälenden Gedanken ab, beruhigt das Nervensystem und hilft, Angstzustände und Depressionen zu mildern (Flow-Zustand).
- Kognitive Stimulation: Es hält den Geist wach, verbessert die Aufmerksamkeit und fördert die Problemlösung, wenn man z. B. Fehler korrigiert.
- Glückshormone: Es fördert die Ausschüttung von Serotonin, was die Stimmung hebt und chronische Schmerzen lindern kann.
Für mich persönlich ist Stricken immer pure Achtsamkeit und Meditation.
Ich liebe den Aspekt von slow fashion. In der heutigen Zeit geht es immer um:
höher - schneller - weiter
Wir gönnen uns viel zu selten Entspannung und Ruhe, da viel zu viele Aufgaben und Erledigungen täglich anstehen. Genau das liebe ich so am Stricken. Denn da bekommt man (so gut wie nie) ein Strickprojekt "schnell" fertig gestellt.
Sondern es dauert oft mehrere Tage oder auch Wochen oder Monate.
Und genau das ist so wichtig, denn es muss nicht immer alles gleich und sofort erledigt sein.
Wichtig ist auch zu erwähnen, dass wir uns komplett auf uns selbst fokussieren dürfen und uns nicht zu viel mit anderen vergleichen.
In der heutigen Zeit werden wir durch Social Media, wie YouTube und Instagram mit Informationen überflutet.
Denn es ist schön, ganz viel Inspiration zu Strickprojekten und verschiedene Garne zu erhalten.
Doch das ist Fluch und Segen zugleich.
Versteht mich nicht falsch, ich schaue auch total gerne Strickpodcasts an um mich inspirieren zu lassen, allerdings spüre ich hier immer in mich rein.
Tut mir das jetzt gerade gut? Oder beobachte ich mich, dass ich dadurch innerlich unruhig werde, ich mich gestresst oder unter Druck gesetzt fühle oder mich sogar mit anderen vergleiche.
Falls dies passiert nehme ich Abstand und schaue dann lieber einen Film an oder höre ein Hörbuch an.
Meine Tipps für eine achtsame und entspannte Strickzeit:
- Unordnung vermeiden: falls Zuhause noch To Do's anstehen (wie Spülmaschine ausräumen, Wäsche waschen, etc) erst dies erledigen - somit ist dein Kopf frei.
- Gemütlichkeit: erschaffe dir ganz viel Gemütlichkeit. Zünde dir eine Kerze an, mache dir einen leckeren Kaffee oder Tee, Kuschel dich gemütlich ein, ...
- Hektik vermeiden: stricke ganz entspannt ohne Hektik oder Stress. Setze dir kein konkretes Ziel, sondern stricke einfach so lange an deinem Projekt wielange du Lust hast.
- Strickprojekte wechseln: falls du merkst, dass dir dein aktuelles Strickprojekt nicht mehr so viel Spaß macht, wechsle zu einem anderen Strickprojekt und zwinge dich nicht an diesem Projekt weiterzustricken.
- Stricknadeln wechseln: manchmal hilft es auch Stricknadeln zu wechseln, wenn du Schmerzen in den Händen hast. Es gibt sogar ergonomische Stricknadeln, die zu mehr Wohlbefinden beträgt.
- Stricken beenden: wenn du merkst, dass du gerade gar keine Lust hast zu stricken und viel lieber einen Film gemütlich anschauen möchtest, dann tu genau das. Denn wir müssen nicht stricken, sondern wir dürfen.
Ich hoffe, dir hat der Beitrag gefallen.
Fühl dich gedrückt.
Deine,
Corinna
veröffentlicht, 31.12.2025 - 14:04 Uhr